Diese Arbeit untersucht, wie sich die landwirtschaftliche Produktivität in einer Transformationsökonomie durch einen möglichen Beitritt zur Europäischen Union verändern könnte. Der EU-Beitritt Bulgariens im Jahr 2007 dient dabei als Vergleichsfall für die Entwicklung in Moldau. Die Studie verwendet die Synthetic Control Method und erstellt eine kontrafaktische Entwicklung für die landwirtschaftliche Leistung Bulgariens auf Grundlage von Transformationsökonomien außerhalb der EU. Als wichtigste Ergebnisvariable wird der Getreideertrag pro Hektar verwendet, während der Anteil des Ackerlandes an der Gesamtfläche als ergänzende Größe dient, um mögliche Veränderungen in der Landnutzung zu berücksichtigen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Getreideerträge Bulgariens nach dem EU-Beitritt über denen der synthetischen Kontrollgruppe liegen, während sich der Anteil des Ackerlandes nur geringfügig verändert. Dieses Muster deutet darauf hin, dass potenzielle Vorteile für Moldau weniger von einer Ausweitung der bewirtschafteten Fläche abhängen, sondern vielmehr von innerstaatlichen Reformen, institutionellen Kapazitäten und einer wirksamen Nutzung agrarpolitischer Förderinstrumente.
Dmitri Kara (2025) studied this question.