Zusammenfassung Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) an nahestehende Personen eines Gesellschafters werfen nicht nur ertragsteuerlich, sondern auch schenkungsteuerlich komplexe Fragen auf, die in der bisherigen Rechtsprechung nur teilweise beantwortet werden. Zwar hat der BFH entschieden, dass eine vGA an eine nahestehende Person schenkungsteuerlich eine Zuwendung des Gesellschafters an die begünstigte Person begründet. Jedoch ist bislang ungeklärt, ob auch eine schenkungsteuerliche Zuwendung der übrigen Gesellschafter an den begünstigten Gesellschafter vorliegt, wenn dieser im Zuge der vGA überproportional am Gewinn beteiligt wird. Diese Unklarheit wiegt umso schwerer, wenn die Beteiligungsverhältnisse grenzüberschreitend strukturiert sind, da in diesem Fall auch das Risiko einer Doppelbesteuerung besteht. Der nachfolgende Beitrag soll Klarheit über die ertrag- und schenkungsteuerlichen Rechtsfolgen einer vGA an eine nahestehende Person im nationalen und grenzüberschreitenden Fall schaffen. Ergänzend zu der bisherigen Rechtsprechung werden dabei auch die steuerlichen Konsequenzen untersucht, die sich aus dem Verhältnis der Gesellschafter untereinander ergeben.
Dana Zabel (Wed,) studied this question.