Abstrakt Der Einsatz höchstfester Stähle bringt bei hoch beanspruchten Stahlkonstruktionen zahlreiche Vorteile mit sich. Bei ermüdungsbeanspruchten Konstruktionen führt die derzeitige Ausgestaltung der Ermüdungsnachweise in den einschlägigen Regelwerken, die die Kerbfalleinordnung unabhängig von der Werkstofffestigkeit vornehmen, jedoch zu einer limitierten Nutzbarkeit dieser Werkstoffe unter ermüdungsrelevanten Beanspruchungen. Durch den Einsatz höherfrequenter Hämmerverfahren (HFH) zur Schweißnahtnachbehandlung lässt sich die Ermüdungsfestigkeit geschweißter Verbindungen signifikant erhöhen, wohingegen dieser Effekt mit steigender Festigkeit des Grundwerkstoffs weiter zunimmt. Im Rahmen des Forschungsprojekts P 1505 wurde der Einfluss der HFH‐Nachbehandlung auf die Ermüdungsfestigkeit höchstfester Baustähle bis S960 untersucht. Besonderes Augenmerk galt dabei auch geometrischen Fertigungsimperfektionen außerhalb der zulässigen Grenzen gemäß Bewertungsgruppe B der DIN EN ISO 5817. Ziel der Untersuchungen ist die wissenschaftlich fundierte Erweiterung der im Jahr 2019 veröffentlichten DASt‐Richtlinie 026 sowie des neuen Anhangs F in FprEN 1993‐1‐9, um eine wirtschaftliche Ermüdungsbemessung von HFH‐behandelten Schweißverbindungen aus höchstfesten Stählen zu ermöglichen.
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Philipp Weidner
Thomas Ummenhofer
Lisa‐Marie Gölz
Stahlbau
Albert Einstein College of Medicine
University of Stuttgart
University of Rostock
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Weidner et al. (Tue,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/69a75b5ec6e9836116a2296e — DOI: https://doi.org/10.1002/stab.70076