Dieser Artikel untersucht die Arbeitsverhältnisse im chinesischen Entertainment-Live-Streaming, in dem Staat und private Unternehmen das Verlangen gemeinsam regulieren, um politische Kontrolle und wirtschaftlichen Profit zu sichern. Anhand von Hao Wus Dokumentarfilm People’s Republic of Desire als Fallstudie analysiere ich, wie körperliche und affektive Arbeit in emotionale Waren umgewandelt werden, die plattformübergreifend zirkulieren. Basierend auf Jean-François Lyotards Konzept der „libidinellen Ökonomie“ argumentiere ich, dass das Verlangen zwar das Potenzial besitzt, Wirtschaftsstrukturen zu destabilisieren, letztlich jedoch in die Aufrechterhaltung des politisch-ökonomischen Status quo im gegenwärtigen China eingegliedert wird. Zudem zeige ich unter Bezugnahme auf Thomas Lamarres Begriff der „Platformativität“, wie Videoplattformen das Politische, Ökonomische und Psychische verweben, um eine „Tittytainment“-Ökonomie zu erhalten, die fortdauernde Arbeitsausbeutung verschleiert. Der Aufstieg des Live-Streamings bietet somit eine kritische Perspektive zum Verständnis der sich wandelnden Beziehungen zwischen Kapital, Arbeit, Technologie und staatlicher Steuerung im digitalen Zeitalter.
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Kun Qian
Humanities
SHILAP Revista de lepidopterología
University of Pittsburgh
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Kun Qian (Mi,) hat diese Fragestellung untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/69a75c73c6e9836116a255bc — DOI: https://doi.org/10.3390/h15020021
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