Ziele und Fragestellungen: Diese Studie beschäftigt sich mit der Intonation des simultanen Bilingualismus von Neapolitanisch, einem italo-romanischen Primärdialekt, und der lokalen Variante des in Neapel (Süditalien) gesprochenen Italienisch. Die Untersuchung erfolgt ausgehend vom individuellen bilingualen Sprecher für qualitative und quantitative Analysen. Zu diesem Zweck analysieren wir die akzentuellen Varianten, die jeder Sprecher bei der Produktion von breit- und kontrastiv-fokussierten Deklarativsätzen in beiden Sprachen verwendet. Diese akzentuellen Varianten werden als Manifestation bestimmter Prozesse verstanden, die beim Gestalten der „tonalen Räume“ von Bilingualen eine Rolle spielen. Design/Methodik/Vorgehensweise: Für die Inspektion und Identifikation akzentueller Varianten stützen wir uns auf unüberwachte Clustering-Algorithmen (d.h. k-means für longitudinale Daten) in Kombination mit generalisierten additiven gemischten Modellen (GAMM). So erzeugen wir für jeden Sprecher einen „tonalen Raum“. Daten und Analyse: Wir verwenden ein Korpus von Diskurs-Completion-Tasks von 9 bilingualen Sprechern des Italienischen und Neapolitanischen mit vergleichbarem soziolinguistischem Profil hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und Erstsprache. Anders als die meisten Studien zur italienischen Intonation, die sich auf Universitätsstudierende konzentrieren, richten wir uns an Sprecher mit technischem/beruflichem Hintergrund. Ergebnisse/Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse belegen, dass die Intonation bilingualer Sprecher aus der Interaktion mehrerer Dimensionen resultiert. Bilinguale Sprecher können sich in der Anzahl der akzentuellen Realisierungen sowie in den Form-Funktions-Zuordnungen unterscheiden; sie können außerdem ihren tonalen Raum um zentrale Realisierungen organisieren und ihre Produktionen auf die eine oder andere Sprache ausrichten. Originalität und Bedeutung/Implikationen: Die Arbeit ist wegweisend in der Analyse bilingualer Prosodie und zeigt die Relevanz individueller Muster für das Verständnis von intonationalem Kontakt auf.
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Giovanni Leo
Claudia Crocco
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Leo et al. (Thu,) untersuchten diese Fragestellung.