Hintergrund Die Mechanismen, die mit kognitiven Problemen im Post-COVID-Zustand (PCC) verbunden sind, werden weiterhin diskutiert. Metakognition bezeichnet die Fähigkeit, das eigene kognitive Funktionieren zu reflektieren und zu bewerten und ist bei dieser Erkrankung bislang unerforscht. Ziel dieser Studie war es, sowohl lokale als auch globale Metakognition bei Personen mit PCC in Abhängigkeit vom Vorliegen objektiver kognitiver Beeinträchtigungen zu untersuchen und die Beziehung zwischen metakognitiven Fähigkeiten und Müdigkeit, Depression und Angst zu bewerten. Methoden Insgesamt 74 PCC-Patienten (mittleres Alter = 51,45 ± 8,74 Jahre; 78,4% weiblich) und 49 gesunde Kontrollpersonen (HC) (mittleres Alter = 49,55 ± 8,84 Jahre; 85,7% weiblich) wurden in diese Querschnittsstudie eingeschlossen. Alle Teilnehmer absolvierten ein umfassendes neuropsychologisches Testverfahren. Die lokale Metakognition wurde durch aufgabenspezifische Leistungseinschätzungen mittels Vorhersagen und Nachbewertungen der Leistung in der neuropsychologischen Untersuchung erfasst. Die globale Metakognition wurde mittels zweier Selbstbeurteilungsinstrumente bewertet. PCC-Patienten wurden als kognitiv erhalten (PCC-CP = 43) und kognitiv beeinträchtigt (PCC-CI = 31) klassifiziert. Ergebnisse PCC-Patienten zeigten im Vergleich zu HC eine verringerte Genauigkeit sowohl in der lokalen als auch in der globalen Metakognition. Bezüglich der lokalen Metakognition überschätzten PCC-CI-Patienten ihre Leistung signifikant in Aufmerksamkeit, exekutiven Funktionen und Gedächtnis. Bei der globalen Metakognition unterschätzten sowohl PCC-CP- als auch PCC-CI-Patienten ihre globalen kognitiven Fähigkeiten im Vergleich zu HC. Globale metakognitive Werte korrelierten negativ mit Müdigkeit und Depression nur in der PCC-CP-Gruppe. Schlussfolgerung PCC zeigen eine beeinträchtigte lokale und globale metakognitive Genauigkeit mit Unterschieden je nach Vorhandensein objektiver kognitiver Beeinträchtigungen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit der Bewertung kognitiver Leistungen und metakognitiver Fähigkeiten bei PCC-Patienten, um subjektive kognitive Beschwerden besser zu verstehen und gezielte Rehabilitationsstrategien zu informieren.
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Silvia Oliver-Mas
Cristina Delgado-Alonso
Maria Diez-Cirarda
SHILAP Revista de lepidopterología
Frontiers in Psychology
Hospital Clínico San Carlos
Institut des Sciences Cognitives Marc Jeannerod
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Oliver-Mas et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69b3aaa802a1e69014ccb67c — DOI: https://doi.org/10.3389/fpsyg.2026.1786395
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