Herausragende Leistungen im Sport, insbesondere im Kampfsport, erfordern eine präzise technische Ausführung, um die bestmögliche Leistung hervorzubringen, das Verletzungsrisiko zu minimieren und taktische Vorteile zu erzielen. Die Analyse der Technik spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der sportlichen Leistung, indem sie Fehler identifiziert und das Training gezielt unterstützt. Manuelle Technikanalyse ist jedoch zeitaufwendig und erfordert fachkundige Coaches und Experten. Während bestehende Forschung bereits automatisierte Technikanalysen auf Basis von 3D-Videoaufnahmen untersucht hat, sind solche Systeme auf teure Ausrüstung angewiesen und daher im täglichen Training kaum praktikabel. Neue Fortschritte im Bereich der Pose Estimation eröffnen nun die Möglichkeit, automatisierte Analysen basierend auf 2D-Videos durchzuführen, welche einfach mit einem Smartphone während des Trainings aufgezeichnet werden können.Diese Arbeit stellt die Konzeption, Entwicklung und Evaluation einer Webanwendung vor, die eine automatisierte Analyse von Athleten hochgeladenen 2D-Videos ermöglicht. Das System wurde auf Basis aktueller Forschungsergebnisse und Anforderungen eines Experten für Kickboxen und Karate-Kumite entwickelt und unterstützt zwei Pose Estimation Modelle: MoveNet und OpenPose. Die Evaluation erfolgte mit einem Datensatz bestehend aus 3D- und 2D-Videos von 44 Athleten mit unterschiedlichem Leistungsniveau, die die Technik des doppelten Seitwärtskicks ausführten. Die Übereinstimmung zwischen der Analyse auf Basis von 2D- und 3D-Daten wurde mithilfe von Bland-Altman-Plots überprüft.Die Ergebnisse zeigen eine hohe Übereinstimmung zwischen der 2D- und 3D-Analyse. Die Übereinstimmung war leicht höher bei der Analyse, die das OpenPose Model verwendete. Die Analyse mit dem OpenPose Model zeigte eine mittlere Abweichung von <0,04s bei Merkmalen für die Dauer der einzelnen Phasen der Technik, <15° bei Merkmalen für Gelenkwinkel und <13% bei relativen Körperpositionsmerkmalen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das System ein kostengünstiges und praxisnahes Werkzeug für Athleten im täglichen Training darstellen kann.
Samir Duvelek (2026) studied this question.
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