Der Klimawandel und andere Umweltprobleme stellen zunehmende Bedrohungen für ökologische Systeme und das menschliche Wohlbefinden dar. Die Sorge um die Umwelt kann mit negativen Wohlbefinden korrelieren. Jedoch könnte die Ausübung umweltfreundlicher Verhaltensweisen, wie die Reduktion des eigenen Konsums, diesen negativen Effekt abmildern oder sogar umkehren. Diese Studie untersucht, wie Konsumreduktion in verschiedenen Domänen mit dem subjektiven Wohlbefinden zusammenhängt und ob das Einkommen diese Zusammenhänge moderiert. Unter Verwendung von Querschnittsdaten der britischen People and Nature Survey (N = 18.721) werden die Zusammenhänge zwischen Umweltbesorgnis, selbstberichteten Konsumreduktionen, Einkommen und vier Wohlbefindensindikatoren – Lebenszufriedenheit, Glück, Angst sowie dem Gefühl, dass das Leben sinnvoll ist, untersucht. Dafür wurden gewichtete multiple Regressionsanalysen und moderierte Moderationsanalysen in R ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass ein reduzierter Konsum positiv mit Lebenszufriedenheit, Glück und dem Gefühl der Sinnhaftigkeit des Lebens assoziiert war, gleichzeitig jedoch auch mit höherer Angst einherging. Umweltbesorgnis war in erster Linie mit erhöhter Angst verbunden und zeigte schwache oder inkonsistente Zusammenhänge mit positiven Wohlbefindensindikatoren, sobald das Reduktionsverhalten berücksichtigt wurde. Entgegen den Erwartungen moderierte eine Konsumreduktion nicht den Zusammenhang zwischen Umweltbesorgnis und subjektivem Wohlbefinden. Das Einkommen spielte jedoch eine bedeutende Rolle: Eine dreifache Interaktion zeigte, dass umweltbesorgte Personen mit höherem Einkommen, die ihren Konsum reduzierten, die höchsten Werte in Glück, Sinnhaftigkeit und Lebenszufriedenheit berichteten. Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Reduktion des Konsums das positive Wohlbefinden steigern, zugleich jedoch Ängstlichkeit erhöhen kann. Darüber hinaus scheinen die psychologischen Vorteile einer Konsumreduktion vom sozioökonomischen Kontext abzuhängen, was die Bedeutung der Berücksichtigung des Einkommens bei der Förderung nachhaltiger Lebensstile unterstreicht.
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Jana Antonia Schlögl
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Jana Antonia Schlögl (Thu,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/69ba42fb4e9516ffd37a3c08 — DOI: https://doi.org/10.25365/thesis.80660