Diese Masterarbeit untersucht die Darstellung der Polizei in der US-amerikanischen Sitcom Brooklyn Nine-Nine. Im Fokus steht die Frage, wie die Serie progressive Kritik an Polizeistrukturen mit der gleichzeitigen Legitimation der Institution Polizei verknüpft. Theoretisch stützt sich die Arbeit auf Ansätze der Television Studies, der Intersektionalitätsforschung, Humortheorien sowie auf abolitionistische Zugänge und verortet Brooklyn Nine-Nine an der Schnittstelle zwischen Police Procedural und serieller Fernsehkomödie. Anhand einer Analyse von Close Readings dreier ausgewählter Episoden sowie ergänzender Analysen ausgewählter Szenen wird untersucht, wie Humor eingesetzt wird, um gesellschaftliche Konfliktfelder wie Rassismus, Sexismus und Homophobie zu thematisieren. Dabei wird deutlich, dass Humor in der Serie einerseits progressive Kritik ermöglicht, andererseits jedoch auch dazu beitragen kann, strukturelle Probleme der Polizei zu entschärfen oder zu überdecken. Damit bewegt sich Brooklyn Nine-Nine in einem Spannungsfeld zwischen diverser, progressiver Repräsentation und Formen von „Copaganda“, die polizeiliche Institutionen legitimieren können. Besonders deutlich wird dies in der Gegenüberstellung der idealisierten „Good Cop“-Figuren der Serie mit der realen Kritik an Polizeigewalt, wie sie etwa durch die #BlackLivesMatter-Bewegung artikuliert wurde. Letztlich zeigt die Arbeit, dass das Comedy-Format der Serie sowohl zur Verharmlosung institutioneller Gewalt beitragen kann als auch Räume eröffnet, die ideologischen Grundlagen von Polizeiarbeit kritisch zu reflektieren.
Simon Pfeifer (2026) studied this question.
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