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Selbstmord wird hinsichtlich der Motivationen analysiert, um der aversiven Selbstwahrnehmung zu entkommen. Die Ursachenkette beginnt mit Ereignissen, die erheblich hinter den Standards und Erwartungen zurückbleiben. Diese Misserfolge werden intern attribuiert, was die Selbstwahrnehmung schmerzhaft macht. Das Bewusstsein für die Unzulänglichkeiten des Selbst erzeugt negative Affekte, und das Individuum wünscht sich daher, der Selbstwahrnehmung und den damit verbundenen Affekten zu entkommen. Die Person versucht, einen Zustand der kognitiven Dekonstruktion zu erreichen (eingeschränkter zeitlicher Fokus, konkretes Denken, unmittelbare oder nahe Ziele, kognitive Rigide und Ablehnung von Sinn), was hilft, bedeutungsvolle Selbstwahrnehmung und Emotionen zu verhindern. Der dekonstruktive Zustand bringt Irrationalität und Enthemmung mit sich, wodurch drastische Maßnahmen akzeptabel erscheinen. Selbstmord kann als letzter Schritt im Bemühen angesehen werden, vor dem Selbst und der Welt zu fliehen.
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Roy F. Baumeister
Psychological Review
Case Western Reserve University
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Roy F. Baumeister (Mon.) hat diese Frage untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/69d7fa8005ee2ba81dbeeb55 — DOI: https://doi.org/10.1037/0033-295x.97.1.90
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