Diese Masterarbeit untersucht, ob die historische Zugehörigkeit zum Austro-Ungarischen Reich bis heute politische Präferenzen in Zentral- und Osteuropa beeinflusst. Auf Grundlage von Wahlkreisdaten auf Distriktebene analysiert die Arbeit den Zusammenhang zwischen ehemaligen imperialen Grenzen und Unterstützung proeuropäischer politischer Parteien. Die empirische Analyse basiert auf querschnitt OLS-Regressionen mit Länder-Fixed-Effects und kontrolliert für zentrale sozioökonomische Faktoren wie Pro-Kopf-Einkommen, Wahlbeteiligung und Bevölkerungsgröße. Die Ergebnisse zeigen eine ausgeprägte länderübergreifende Heterogenität in der Persistenz des österreichisch-ungarischen Erbes. Distrikte mit habsburgischer historischer Zugehörigkeit weisen eine signifikant geringere Unterstützung für pro-europäische Parteien auf als nicht-habsburgische Regionen. Diese Befunde deuten darauf hin, dass sich die politischen Konsequenzen historischer Institutionen nicht einheitlich über verschiedene Kontexte hinweg entfalten, sondern durch zeitgenössische politische Rahmenbedingungen und sozioökonomische Strukturen geprägt werden. Insgesamt zeigt die Analyse, dass historische Institutionen weiterhin eine Rolle für heutiges Wahlverhalten spielen, ihr Einfluss jedoch weder mechanisch noch universell vorhersehbar ist. Durch den Fokus auf Wahlergebnisse leistet die Arbeit einen Beitrag zur Literatur über historische Persistenz, indem sie die kontextabhängige Natur des langfristigen Einflusses vergangener Governance-Strukturen auf moderne politische Präferenzen hervorhebt.
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Anna Zhuchenko
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Anna Zhuchenko (Thu,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/69d8946e6c1944d70ce0555d — DOI: https://doi.org/10.25365/thesis.80894