Dieser Essay nutzt die Theorie der endlichen und unendlichen Spiele von James P. Carse, um zu untersuchen, wie staatliche und nichtstaatliche Akteure den Konflikt nutzen könnten, um rivalisierende Agenden angesichts eskalierender Kriegsspekulationen zwischen Äthiopien und Eritrea weiter voranzutreiben. Diese werden durch Äthiopiens umstrittene Ambitionen am Roten Meer und Eritreas militarisiertes Hahnenkampfspiel angeheizt. Die Studie verwendet Sekundärdaten und qualitative Methodik, um einen selbstverständlichen Unterschied aufzuzeigen: Eritrea und externe Mächte wie Ägypten verfolgen unendliche Strategien (Kontrolle von Ressourcen, Aufrechterhaltung von Instabilität), um einen potenziellen Krieg in eine komplexe Krise zu verwandeln, während Regierungs- und Rebellengruppen in Äthiopien endliche Strategien verfolgen (Landkontrolle, Regimewandel). Endliche Ziele stehen bei Äthiopien im Vordergrund. Die Bemühungen von Premierminister Abiy Ahmed, das Rote Meer zu erreichen und militärische Angriffe auf Rebellen durchzuführen, zeigen seinen Wunsch, überzeugend zu siegen. Ebenso verfolgen die zerstrittenen Tigray-Gruppen (TPLF), die Amhara-Fano-Rebellion und die Oromo Liberation Army (OLA) jeweils endliche Ziele: Abiy zu stürzen oder Territorien wieder zu besetzen. Doch Eritreas scheinbar grenzenloses Repertoire wird von diesen Akteuren unterschätzt: Mit seiner Fähigkeit, Krieg aufrechtzuerhalten, könnte die Regierung von Präsident Isaias Afwerki Äthiopiens innere Zersplitterung durch Unterstützung von Fano-Gruppen, OLA oder Tigray-Abweichlern ausnutzen, um mehr Chaos zu verbreiten und Addis Ababas regionale Autorität zu untergraben. Externe Akteure verstärken die unendlichen Spiele weiter: Die Regierungen des Golfs und Somalias können die Krise nutzen, um Allianzen am Roten Meer neu zu gestalten, und Ägyptens Unterstützung für Abiy's Anti-Fraktionen zielt darauf ab, Äthiopiens Ambitionen am Nil (GERD) irreversibel zu stoppen, anstatt einen Krieg zu gewinnen. Die Einsätze sind auf ihrem höchsten Niveau. Während Ägypten und Eritrea als unendliche Spieler vom ständigen Unsicherheitszustand profitieren, droht Äthiopien als Endspiel-orientierter Akteur strategische Erschöpfung. Dies setzt das Horn in Gefahr von Massenvertreibungen, humanitären Krisen und Äthiopiens Balkanisierung. Zur Neuausrichtung der Strategien zeigt die Studie auf, dass Äthiopien ethnische Missstände durch inklusive Regierungsführung adressieren muss (um unendliche Verwundbarkeiten zu minimieren), und internationale Akteure sollten Vermittlung bevorzugen, um die Zersplitterung ausbeuterischer Bündnisse zu verhindern. Das Horn steht am Rande einer Zukunft, in der Krieg ein kommodifiziertes und katalysierendes Instrument wird, wenn endliche und unendliche Paradigmen nicht synthetisiert werden.
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Daniel Yilma
International and Public Affairs
Addis Ababa University
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Daniel Yilma (Di,) hat diese Fragestellung untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/69d894ce6c1944d70ce05c71 — DOI: https://doi.org/10.11648/j.ipa.20261001.14
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