Diese Studie untersucht die Auswirkungen von Agrarunternehmen (großflächige Landwirtschaftsbetriebe) und Familienbetrieben auf die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft und ländlicher Gebiete in der Ukraine und betrachtet dabei Implikationen für mit den SDGs vereinbare Agrar-Lebensmittel-Wertschöpfungsketten, die auf einem stabilen Zugang zu nachhaltig produzierten Rohstoffen basieren. Die Forschung wendet ein Multi-Kriterien-Entscheidungsanalyse-Framework an, das wirtschaftliche, ökologische und soziale Indikatoren auf regionaler Ebene integriert. Mit Hilfe der Min-Max-Normalisierung, Scoring- und Ranking-Methoden wurden zusammengesetzte Indizes für wirtschaftliche Nachhaltigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und nachhaltige ländliche Entwicklung für 20 ausgewählte ukrainische Regionen erstellt, und ein integraler Nachhaltigkeitsindex berechnet. Mit Spearmans Rangkorrelation wurden Zusammenhänge zwischen Nachhaltigkeitsindikatoren und den strukturellen Merkmalen der landwirtschaftlichen Produktion identifiziert. Die Ergebnisse zeigen eine ausgeprägte interregionale Differenzierung und insgesamt eine Vorherrschaft der wirtschaftlichen über die ökologische Nachhaltigkeit. Regionen mit einem höheren Anteil an Familienbetrieben weisen eine stärkere ökologische Nachhaltigkeit und ausgewogenere Entwicklungsstrukturen auf, während die Dominanz großflächiger Unternehmen mit negativen Umwelteinflüssen verbunden ist. Zugleich sind die Beziehungen zwischen Betriebsstruktur und nachhaltiger ländlicher Entwicklung schwach und statistisch nicht signifikant, was darauf hinweist, dass soziale Nachhaltigkeitsergebnisse von komplexeren und kontextabhängigen Mechanismen jenseits der bloßen Produktionsgröße abhängen. Die Befunde heben strukturelle Zielkonflikte zwischen wirtschaftlicher Effizienz und ökologischer Nachhaltigkeit hervor und unterstreichen die Bedeutung regional differenzierter politischer Instrumente. Die Stärkung der Unterstützung für Familienbetriebe wird als vielversprechender Mechanismus identifiziert, um die ökologische Leistung zu verbessern und Bedingungen für nachhaltigkeitsorientierte Beschaffung und Agrar-Lebensmittel-Wertschöpfungsketten zu fördern.
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Zolotnytska et al. (Tue,) haben diese Fragestellung untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/69d895046c1944d70ce05f6c — DOI: https://doi.org/10.3390/su18073629
Yuliia Zolotnytska
Vitaliy Krupin
Julian Krzyżanowski
Sustainability
Polish Academy of Sciences
Institute of Rural and Agricultural Development
Institute of Agricultural and Food Economics
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