Die Gruppenbildung und -erhaltung sind entscheidend für das Überleben sozialer Organismen. Wir untersuchten eine Kolonie hochsozialer, wilder ägyptischer Flughunde in einer laborbasierten Höhle, um umfassend zu charakterisieren, wie sich ihre sozialen Netzwerke über Wochen und Monate entwickeln und stabilisieren. Mithilfe modernster Tracking-Methoden und Videografie dokumentierten wir die Identitäten, Standorte und sozialen Interaktionen zwischen einzelnen Fledermäusen. Wir charakterisierten die Struktur sozialer Netzwerke basierend auf proximitätsbasierter sozialer Zugehörigkeit und der Rate sozialer Interaktionen und stellten fest, dass sich die Netzwerkstruktur in den ersten Tagen nach der Bildung oder Veränderung der Gruppe dynamisch entwickelte und anschließend stabilisierte. Soziale Dominanzverhältnisse entwickelten sich zunächst und blieben über mehrere Monate stabil; sie spiegelten sich in verschiedenen Aspekten des natürlichen Verhaltens der Fledermäuse wider, wie der Monopolisierung von Nahrungsressourcen und Schlafplätzen. Zudem führten wir drahtlose Einzelzellelektrodenaufnahmen in dieser frei agierenden sozialen Kolonie durch und untersuchten Hippocampus CA1-Neuronen. Ein Teil der Neuronen kodierte die relative (egozentrische) Position anderer Individuen und verfolgte deren Richtungen und Entfernungen. Diese egozentrischen Neuronen kodierten stärker Fledermäuse mit höherem sozialen Rang. Insgesamt etablierten die Fledermäuse nach einer initial dynamischen Phase der Gruppenbildung ein hochstrukturiertes und stabiles soziales Netzwerk, das sich in ihren neuronalen Codes widerspiegelte.
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Ray et al. (Wed,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d895486c1944d70ce0644d — DOI: https://doi.org/10.1111/nyas.70250
Saikat Ray
Liora Las
Nachum Ulanovsky
Annals of the New York Academy of Sciences
Weizmann Institute of Science
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