Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit Deutsch-Neu-guinea. Zunächst wird das Terrain im Hinblick auf die vielfältigen Gründe für seinen noch unerforschten Status hinsichtlich der letzten städtebaulichen Spuren der deutschen Kolonialzeit kartiert. Des Weiteren plädiert der Artikel für einen kombinierten Ansatz aus Architekturgeschichte, fotografischer Bestandsaufnahme und kritischer Denkmalbewertung, um das visuelle Gedächtnis der deutschen Kolonialvergangenheit im heutigen Papua-Neuguinea zu rekonstruieren. In diesem Sinne werden im dritten Teil die fünf verschiedenen Hauptstädte Deutsch-Neuguineas von 1885 bis 1914 durch die Linse historischer Printmedien vorgestellt, mit der jüngsten fotografischen Feldstudie des Autors von 2024 in Beziehung gesetzt und verschiedene „Dekolonisierungsprozesse“ (siehe Einleitung dieses Buches) dieses fast verlorenen Erbes erörtert.
Michael Falser (2026) studied this question.