Die folgende Masterarbeit untersucht die Beziehung zwischen Dialog und Charakterisierung in Terry Pratchetts Lancre Coven-Reihe unter Anwendung eines der Primärquellen angepassten Rahmenkonzepts aus Jonathan Culpepers Language and Characterisation (2001). Durch die Kategorisierung von Texthinweisen in explizite, implizite und autoriale Hinweise (englisch „cues“) nach Culpeper, bietet sich ein strukturierter Überblick relevanter Dialogelemente, die in den ausgewählten Scheibenweltromanen identifiziert wurden. Explizite Hinweise, die die Aufmerksamkeit auf offensichtliche Charaktereigenschaften oder Motive lenken, werden impliziten Hinweisen gegenübergestellt, die auf zugrunde liegende Motivationen und Konflikte hindeuten, während autoriale Hinweise den Einfluss von Pratchetts Erzählstimme auf die Charakterisierung darstellen. Durch den Einsatz einer quantitativen Korpusanalyse beleuchtet diese Analyse die zentrale Rolle, die Dialoge bei der Gestaltung von Charakteridentitäten und deren Entwicklung im Verlauf der Erzählung spielen. Letztendlich wird festgestellt, dass die bewusste Gestaltung von Dialogen (durch den Buchautoren) nicht nur Charaktereigenschaften widerspiegelt, sondern auch das Verständnis des Lesers für die komplexen sozialen Dynamiken innerhalb des Scheibenwelt-Universums bereichert. Diese Untersuchung leistet einen Beitrag zu den Bereichen Literaturanalyse und Charakterstudien und bietet neue Wege für die weitere Erforschung der Wechselwirkung zwischen Dialogen und Charakterisierung sowohl in Pratchetts Werken als auch darüber hinaus.
Irene Spangenberg (Thu,) studied this question.