Der Klimawandel kann durch das Hervorrufen negativer Emotionen indirekt die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Um die Erderwärmung einzudämmen und menschliche Gesundheit zu schützen, ist jedoch die Förderung umweltfreundlichen Verhaltens notwendig. Mediale Responsibility Frames können Verantwortungsattributionen Rezipierender und somit indirekt emotionale Reaktionen und umweltfreundliche Verhaltensintentionen beeinflussen. Bislang ist jedoch nicht vollständig geklärt, inwiefern Responsibility Frames in sozialen Medien umweltfreundliche Verhaltensintentionen fördern und welche Rolle Verantwortungsattributionen und Emotionen wie Klimaangst dabei spielen. Um diese Forschungslücke zu adressieren, wurde ein OnlineExperiment durchgeführt, wobei entweder die individuelle, gesellschaftliche oder keine Verantwortung in Instagram-Posts betont wurde (N = 248). Die Ergebnisse zeigen, dass individuelle Responsibility Frames individuelle Verantwortungsattributionen erhöhen, während gesellschaftliche Frames Verantwortungsattributionen nicht beeinflussen. Es zeigte sich kein direkter Effekt der Responsibility Frames auf umweltfreundliche Verhaltensintentionen. Mediationsanalysen zeigen jedoch, dass individuelle Responsibility Frames indirekt über individuelle Verantwortungsattributionen nachhaltige Konsumabsichten fördern. Zudem gehen ein höheres Maß an Klimaangst und -sorge mit größeren umweltfreundlichen Verhaltensintentionen einher, wurden jedoch nicht durch die Frames beeinflusst.
Gebauer et al. (Thu,) studied this question.