Diese Studie untersucht, ob Selbstwertgefühl einen Einfluss auf subjektiven Stress als Reaktion auf einen akuten Stressor hat und ob dieser Zusammenhang durch kognitive Bewertungen vermittelt wird, wie es die Transaktionale Theorie von Stress und Bewältigung nahelegt. Akuter Stress wurde mit dem Trier Social Stress Test (TSST) induziert. Kognitive Bewertungen wurden unmittelbar vor dem TSST mit Hilfe der Primary Appraisal Secondary Appraisal Skala (PASA: Bedrohung/Herausforderung; Selbstkonzept der eigenen Fähigkeiten/Gefühl der Kontrolle) gemessen. Der subjektive Stress wurde mit einer visuellen Analogskala (VAS) rund um die Aufgabe bewertet, und das Selbstwertgefühl wurde zu Beginn mit der Rosenberg Self-Esteem Skala (RSES) gemessen. Die Stichprobe umfasste gesunde Frauen mit natürlichem Zyklus (N = 38), die in der Follikelphase getestet wurden. Nach einer vorab registrierten Mediationsanalyse-Sequenz wurden einfache Regressionen verwendet, um die Gesamt- und Komponentenpfade zu testen. Da der Gesamteffekt nicht signifikant war, wurden explorative Analysen der kognitiven Bewertungssubskalen durchgeführt Selbstwertgefühl zeigte einen geringen, nicht signifikanten negativen Zusammenhang mit subjektivem Stress. Die Primary Appraisal sagte einen geringeren Stressstand zuverlässig voraus, während dies bei der Secondary Appraisal nicht der Fall war. Die Aufschlüsselung der Secondary Appraisal ergab unterschiedliche Facetten: Das Selbstkonzept der eigenen Fähigkeiten sagte einen geringeren Stressstand signifikant voraus (moderater Effekt), während das Gefühl der Kontrolle einen geringen, nicht signifikanten positiven Zusammenhang mit Stress aufwies. Das Selbstwertgefühl stand in signifikantem Zusammenhang mit günstigeren Primary Appraisal und zeigte gegensätzliche Trends bei den beiden Subskalen der Secondary Appraisal. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Selbstwertgefühl unter einem weitgehend unkontrollierbaren, sozial-evaluativen Stressor vor allem durch antizipatorische Bedeutungs- und Fähigkeitsüberzeugungen und weniger durch die wahrgenommene Situationskontrolle Schutz bieten kann. In der Praxis können fähigkeitsorientierte Vorbereitungen (z. B. Mastery Induktion, Selbstbestätigung) stresspuffernder wirken als kontrollverstärkende Strategien. Eine Replikation mit größeren, gemischtgeschlechtlichen Stichproben und modernen Mediationsmethoden ist gerechtfertigt.
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Alexander Burger
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Alexander Burger (Thu,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/69b25be596eeacc4fceca4c5 — DOI: https://doi.org/10.25365/thesis.80622