Zusammenfassung Die deutschsprachige, konsens‐ und evidenzbasierte S3‐Leitlinie zum Lichen sclerosus (LS) wurde unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V . (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V . (DGGG) auf Basis der europäischen „EuroGuiDerm Guideline on lichen sclerosus“ entwickelt. Besonderes Augenmerk galt dabei der Anpassung an die medizinischen Versorgungssituation im deutschsprachigen Raum. Das interdisziplinäre Leitliniengremium umfasste 24 Experten aus 16 Fachgesellschaften und schloss auch Patientenvertreter aktiv in den Entwicklungsprozess ein. Die Leitlinie enthält unter anderem umfassende Empfehlungen zur Diagnostik, zum Patientenmanagement, zur Nachsorge und Patientenschulung sowie zur Therapie des genitalen und extragenitalen LS bei Frauen, Männern, Mädchen und Jungen. Unabhängig von Alter und Geschlecht gelten ultrapotente oder potente topische Glukokortikoide in Kombination mit pflegenden Externa weiterhin als Standardtherapie des genitalen LS. Bei unzureichendem Ansprechen auf diese Therapie ist bei männlichen Patienten mit LS bedingter Phimose eine Zirkumzision mit vollständiger Entfernung der Vorhaut indiziert. Für den extragenitalen LS wird ergänzend zur topischen Therapie eine Phototherapie mit UV‐Licht empfohlen. Topische Calcineurininhibitioren können als Zweitlinientherapie zum Einsatz kommen.
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Gudula Kirtschig
Linn Woelber
Andreas R. Günthert
JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Heidelberg University
Ludwig-Maximilians-Universität München
University Hospital Heidelberg
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Kirtschig et al. (Wed,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/69d896676c1944d70ce07d8a — DOI: https://doi.org/10.1111/ddg.70000x