Diese Masterarbeit untersucht, wie institutionelle Rahmenbedingungen und operative Praktiken die Wirksamkeit von Mikrokreditsystemen bei der Förderung sozioökonomischer Inklusion beeinflussen. Im Mittelpunkt steht ein Vergleich zwischen Österreich und Luxemburg seit 2017. Ziel der Analyse ist es zu verstehen, wie nationale institutionelle Strukturen sowie die Organisation von Mikrokreditprogrammen den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, insbesondere Frauen, Personen mit niedrigem Einkommen und Arbeitslose, prägen. Die Untersuchung basiert auf institutionellen Ansätzen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und kombiniert Dokumentenanalysen mit halbstrukturierten Experteninterviews mit Vertretern von Finanzinstitutionen, öffentlichen Organisationen und intermediären Akteuren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wirksamkeit von Mikrokreditsystemen maßgeblich von ihrer institutionellen Einbettung sowie von der Ausgestaltung operativer Unterstützungsstrukturen abhängt. Während koordinierte institutionelle Arrangements die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren erleichtern, tragen begleitende nicht-finanzielle Unterstützungsmaßnahmen wie Beratung und Mentoring wesentlich dazu bei, die unternehmerischen Fähigkeiten der Kreditnehmer zu stärken. Die Studie verdeutlicht somit, dass Mikrokreditprogramme ihr inklusives Potenzial vor allem dann entfalten, wenn finanzielle und nicht-finanzielle Unterstützungsinstrumente miteinander kombiniert werden.
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Maxime Thein
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Maxime Thein (Thu,) studied this question.
www.synapsesocial.com/papers/69df2c77e4eeef8a2a6b1993 — DOI: https://doi.org/10.25365/thesis.80917
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